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Wie wird Hyaluronsäure mittels mikrobieller Fermentationstechnologie hergestellt?

11.12.2025

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Hyaluronsäure in der Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie hat sich die mikrobielle Fermentation zu einem wichtigen Produktionsverfahren entwickelt. Im Vergleich zur Gewinnung aus tierischem Gewebe ist die Fermentation sicherer, besser kontrollierbar, skalierbarer und entspricht eher den aktuellen Trends zu umweltfreundlicher Produktion.

Die Fermentation von Hyaluronsäure basiert typischerweise auf selektierten oder modifizierten Bakterienstämmen wie Streptomyces, Lactobacillus oder Bacillus subtilis. Diese Stämme besitzen die für die Hyaluronsäuresynthese notwendigen Stoffwechselwege und können durch Nährstoffzufuhr und Umweltregulierung kontinuierlich Hyaluronsäure produzieren.

Der Produktionsprozess umfasst im Wesentlichen vier Stufen: Kultivierung der Stämme, Fermentationsproduktion, Trennung und Reinigung sowie Trocknung.

Während der Fermentation wachsen die Mikroorganismen in einem Kulturmedium, das Kohlenstoff, Stickstoff und Mineralien enthält. Durch Anpassung von pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Temperatur und Nährstoffverhältnis lassen sich Ausbeute und Molekulargewichtsverteilung der Hyaluronsäure beeinflussen. Diese Phase bestimmt die grundlegende Produktqualität und dessen Eignung für verschiedene Anwendungsbereiche.

Nach der Fermentation muss die Hyaluronsäure von der Fermentationsbrühe abgetrennt werden. Gängige Methoden umfassen Filtration, Zentrifugation und enzymatische Hydrolyse von Verunreinigungen, gefolgt von einer Tiefenreinigung durch Membrantrennverfahren, Fällung oder Harzadsorption, um Verunreinigungen wie Proteine, Polysaccharide und Endotoxine zu entfernen. Hyaluronsäure in Lebensmittel-, Kosmetik- und pharmazeutischer Qualität unterscheidet sich deutlich hinsichtlich Reinheitsgrad, mikrobieller Kontrolle und Reinheitsgrenzwerten.

Die gereinigte Hyaluronsäurelösung wird sterilisiert und mittels Sprühtrocknung oder Gefriertrocknung in ein stabiles Pulver umgewandelt, um Lagerung, Transport und Weiterverarbeitung zu vereinfachen. Einige Unternehmen führen zudem Molekulargewichtsregulierungen oder Vernetzungsbehandlungen durch, um das Produkt an verschiedene Anwendungen wie Hydratation, Füllung und Gelenkschmierung anzupassen.

Die mikrobielle Fermentation macht die Hyaluronsäureproduktion sicherer und ermöglicht eine bessere Kontrolle des Molekulargewichts. Sie hat zudem die Entwicklung innovativer Anwendungen wie 4D-Hyaluronsäure und Hyaluronsäure mit ultra-niedermolekularem Gewicht vorangetrieben. Dank Verbesserungen im Stamm-Engineering und der Automatisierung wird dieser technologische Ansatz auch weiterhin eine entscheidende Triebkraft für die Weiterentwicklung der Hyaluronsäureindustrie sein.

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