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Wie hochmolekulare Hyaluronsäure einen Schutzfilm auf der Haut bildet

05.03.2026

Hochmolekulare Hyaluronsäure ist ein weit verbreiteter Feuchtigkeitsspender in Hautpflegeprodukten. Ihre Fähigkeit, einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche zu bilden, beruht hauptsächlich auf ihrer einzigartigen Molekularstruktur und ihren physikochemischen Eigenschaften.

Hyaluronsäure ist ein lineares Polysaccharid, das aus sich wiederholenden Disaccharideinheiten besteht. Bei einem Molekulargewicht über 1,2 Millionen Dalton spricht man von hochmolekularer Hyaluronsäure. Diese Moleküle besitzen zahlreiche Hydroxyl- und Carboxylgruppen, die Wasserstoffbrückenbindungen mit Wassermolekülen ausbilden können. In Hautpflegeprodukten liegt hochmolekulare Hyaluronsäure üblicherweise in wässriger Lösung vor. Beim Auftragen auf die Haut verdunstet das Wasser, wodurch die Konzentration der Hyaluronsäuremoleküle allmählich ansteigt.

Mit abnehmendem Wassergehalt beginnen die Hyaluronsäure-Molekülketten miteinander zu interagieren. Sie verknäueln sich und bilden eine dreidimensionale Netzwerkstruktur. Diese Struktur ist viskoelastisch und verteilt sich gleichmäßig auf der Hautoberfläche. Da Hyaluronsäuremoleküle negativ geladen sind, entsteht gleichzeitig eine gewisse elektrostatische Abstoßung zwischen den Molekülen. Dies trägt zur Stabilität der Netzwerkstruktur bei und verhindert eine übermäßige Aggregation der Molekülketten.

Der entstehende Schutzfilm ist typischerweise im Mikrometerbereich. Seine Hauptfunktion besteht in der Bildung einer physikalischen Barriere. Er reduziert die ungewollte Verdunstung von Feuchtigkeit von der Hautoberfläche und verhindert gleichzeitig, dass Staub und Mikroorganismen aus der Umgebung direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Aufgrund der großen Molekülgröße der hochmolekularen Hyaluronsäure verbleibt dieser Film hauptsächlich auf der Hornschicht der Hautoberfläche und dringt nicht in tiefere Hautschichten ein.

Die feuchtigkeitsspendende Wirkung dieses Schutzfilms hängt von der verwendeten Konzentration ab. Im Allgemeinen bildet ein Massenanteil zwischen 0,1 % und 1 % einen durchgehenden und gleichmäßigen Film. Bei zu geringer Konzentration können sich die Molekülketten nicht vollständig vernetzen und ein geschlossenes Netzwerk bilden; bei zu hoher Konzentration kann es zu ungleichmäßiger Filmbildung oder Abblättern nach dem Trocknen kommen.

Dieser Schutzfilm ist temporär und wird durch den Hautstoffwechsel und die Reinigungsprozesse allmählich abgestoßen. Um seine Integrität zu erhalten, ist es daher notwendig, ihn regelmäßig mit Hautpflegeprodukten, die hochmolekulare Hyaluronsäure enthalten, zu pflegen.

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